textilien

Die Hanffaser wird vom äußernen Teil des Stängels der Hanfpflanze gewonnen.
Bekleidung aus Hanffasern hat Tradition und eine lange Geschichte. Früher wurde auf unseren Bauernhöfen „gebrechelt, gehachelt, gesponnen und gewebt“, was als Verarbeitung der Hanffasern zu einem ausgezeichnetem Stoff, dem „Rupfanen“, galt. Bevor die Baumwolle ihren Siegeszug um die Welt machte, bestand die Kleidung aus Fellen, Wollwaren und hauptsächlich aus Stoffen, die aus Hanf- oder Leinenfasern hergestellt wurden.

Hanfkleidung ist sehr widerstandsfähig, im Sommer kühlend, im Winter wärmend, schweißabsorbierend, schadstofffrei und sehr angenehm und besitzt einen natürlichen UV-Schutz. Übrigens eignen sich Hanfschuhe und Hanfkleidung auch für Vegetarier und Veganer, die sich gegen das Nutzen von Leder oder anderen tierischen Produkten aussprechen.

In Italien hat die Verwendung von Hanf zur Herstellung von Textilien eine lange Geschichte. Es wird geschätzt, dass allein in der Region Emiglia Romagna im Jahr 1910 45.000 Hektar Hanf angepflanzt wurden. In ganz Italien wird die Fläche auf 80.000 Hektar geschätzt. Ein weiteres wichtiges Zentrum der Hanfpflanze war Carmagnola im Piemont.
Bis zum Aufkommen der synthetischen Fasern war Hanf aufgrund seiner natürlichen und außergewöhnlichen Widerstandsfähigkeit für die Marine unerlässlich. Es wurden Segel und Seile aus Hanffasern hergestellt. Carmagnola wurde nicht nur zum Zentrum des Anbaus, sondern auch der Verarbeitung und des Export nach Ligurien und Südfrankreich, vor allem nach Marseille. Das Verbot der Hanfpflanze und das Aufkommen der synthetischen Fasern haben schlussendlich zum Ende des Hanfanbau in Italien geführt.

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